Köllme
 Naundoef

10. September 2011

Kleine Kirchen im Schatten

Es war bereits die dritte Kirchenradtour, die wir gemeinsam mit dem Pfarrer Heiner Urmoneit (ADFC-Mitglied) durchführten.
Alte Kirchen in Köllme, Krimpe und Naundorf im Schatten, im Schatten von hohen Bäumen und Mauern.
Vom Treffpunkt Waldkater, Eingang der Dölauer Heide, fuhren 30 Radelfreunde und Interessenten an Kirchen entlang des Radweges Saale-Harz durch die Heide nach Köllme mit einem kurzen Zwischenstopp in Zappendorf an der Betsäule. In Köllme, an der Kirche erwarteten uns weitere Radler und Pfarrer Heiner Urmoneit. In seiner munteren lockeren Art und Weise machte er uns Radler mit der Geschichte der Kirche und seiner Einrichtung bekannt. Am Anfang jedoch die Fragen an uns; wer kennt die Kirche, wer hat sie schon mal besucht? Etwas verlegen mussten die Meisten diese verneinen. Ich auch. Über 55 Jahre schrubbte ich zig Kilometer durch den Saalkreis ohne auf die Kirchen zu achten oder diese wahrzunehmen. Zugegeben, in der Vergangenheit waren die Straßenverhältnisse nicht die besten, sodass die Augen mehr auf das Pflaster; meist Mansfelder Schlackepflaster; gerichtet waren, denn ein Blick in die Umgebung konnte mit einem Unfall enden. Auf der Weinstraße Mansfelder Seen radelten wir zu den Menhiren „Vierer Steine von Krimpe“ an der Boltzenhöhe und von hier aus zur Kirche in Krimpe. Auch hier das Kennenlernen der Kirche, ihrer Einrichtung und Nutzung. Eine Besonderheit war das gemeinsame Lesen eines Psalms mit durchaus gegenwartsbezogenem Charakter und die im Kirchgarten folgende Mittagspause in Form einer Gesprächsrunderunde zu Fragen vergangener und gegenwärtiger kirchlicher Geschichte. Über Schochwitz und Gorsleben und weiter auf einem Feldweg fuhren wir nach Naundorf. Von den bisher besuchten Kirchen ist sie die Jüngste (19. Jahrhundert) aber auch die größte. Sie ist Johannes dem Täufer gewidmet. Über diesen erfahren wir vom Pfarrer aus der biblischen Geschichte. Als älteste Ausstattung ist der Taufstein aus dem 17. Jahrhundert zu nennen. Zur Überraschung aller hatte im Anschluss des Besuches der Kirche die Kirchengemeinde Naundorf zu Kaffee und Kuchen geladen. Allen Kirchengemeinden sagen wir hiermit ein herzliches Dankeschön.
Die Rückfahrt nach Halle erfolgte über Beesenstedt und weiterhin durch das Saaletal. In Salzmünde gab es noch kurze Hinweise auf die bescheiden verbliebene Kaolingewinnung. Auf den Saaleradweg in Halle angekommen hatten wir 55 Km absolviert.

Text und Bilder: W. Zeschmar

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