Landesmuseum

10.05.2014

Archäologische Radtour

Voll neuem Wissen über Ahnenkulte, Steinzeittote und Rituale tauchten wir erwartungsfroh aus den Kammern des Landesmuseums (Ausstellung "3.300 BC") in blendenden Sonnenschein. Über den Himmelsscheibenradweg mit Abstecher zum Hubertusplatz haben wir unsere erste Station - die befestigte Höhensiedlung (Baalberger Kultur um 3.500 BC) auf der schattigen Bischofswiese in der Dölauer Heide - erreicht. Trotz dichter Bewaldung bekam man - dank Herrn Schunke und unseren Museumskenntnissen - ein gute räumliche Vorstellung vom Ausmaß und der Monumentalität der Befestigungsanlage sowie diverser Hügelgräber mit Steinkisten (überwiegend der Schnurkeramik Kultur um 2.750 BC). 

Über ruhige, sonnige Wege durch Felder mit grünem Getreide und gelbem Raps ging es dann von den Höhen der Heide über Lieskau und Benkendorf zu unserem zweiten Ziel: der riesigen grabenumwehrten Ritualstätte auf dem Salzmünder Plateau (um 3.300 BC). Nach dem Ausstellungsbesuch war es ein ganz besondere Erlebnis in der jetzt unsichtbaren Anlage zu stehen und die Landschaft ein wenig aus Sicht unserer Vorfahren zu betrachten.

Dank der freundlichen Einladung des Heimatvereins konnten wir zum Abschluss im Gemeindehaus von Schiepzig an einem 3D-Holzmodell die Kultstätte Salzmünde, die heutigen Ortslagen und den kontroversen Autobahnanschluss (A143) noch einmal betrachten. In Halle-Lettin holte uns der Regen ein und die bis dahin 14köpfige Gruppe löste sich in alle Richtungen (Ost, Süd, Gaststätte) auf. 

Herzlichen Dank an die tolle Führung durch Herr Schunke (LDA Sachsen-Anhalt) sowie Frau Krost (Heimatverein Schiepzig).

Text: Bettina Stoll-Tucker + David Tucker
Fotos: David Tucker Nr. 1-2, 4-6, Wilhelm Zeschmar Nr. 3

Vergrößern - auf die Bilder klicken!
Zurück - wieder auf die Bilder klicken!

Zurück zur Übersicht

Fundstelle 
 Grabhügel
 Fundstelle
 Steinkistengräber
Modell