ADFC legt Raddieben das Handwerk und fordert sichere Fahrradabstellanlagen
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Friedemann-Bach-Platz

Was stimmt in diesem Bild nicht? Der Mast ist kein Mast und schon gar nicht eine alte, kaputte Laterne. Es ist ein einfaches Plastikrohr aus dem Baumarkt, dass passgenau über einen Poller am Friedemann-Bach-Platz gestülpt wurde. Diese perfide Masche erlaubt es Fahrraddieben, scheinbar sicher angeschlossene Räder schnell und einfach zu entwenden. Es muss nur das Plastikrohr hochgehoben werden und dann das angeschlossene Rad vom nur 1 m hohen Poller entwendet werden. Der ADFC Halle hat diese dreiste Masche der Polizei gemeldet, die den Gegenstand sofort entfernte.

In diesem Zusammenhang fordert der ADFC von der Stadt Halle, die zugesicherte Anzahl von 457 sicheren Abstellanlagen schnellstmöglich zu errichten. Seit dem Beschluss (V/2014/12875) vom 13.10.2015 wurden insgesamt nur 42 Anlagen im Halleschen Stadtgebiet installiert. Im Dezember 2016 wurden beispielsweise 12 neue und sichere Abstellbügel an der Kleinschmieden-Kreuzung errichtet. Diese waren auch bei den Minustemperaturen im Dezember, Januar und Februar ständig belegt. Dies zeigt, dass sichere Abstellanlagen sofort von der Bevölkerung angenommen werden. Ganz im Gegensatz zu den sogenannten "Felgenkillern", die keinen ausreichenden Schutz bieten und zudem Fahrräder meist beschädigen.

Kleinschmieden

Aus diesem Grunde fordert der ADFC von der Stadt Halle den zügigen Ausbau von ausreichenden und sicheren Fahrradabstellanlagen! Die bisher bestehenden Felgenkiller am Friedemann-Bach-Platz müssen durch sichere Bügel ersetzt werden. Die Kleinschmieden-Kreuzung zeigt, dass auch der innerstädtische Einzelhandel davon profitiert. So fordern Händler auf der Rannischen Straße schon länger erfolglos von der Stadt die Errichtung von Abstellanlagen für ihre Kundschaft. Diese wurden bereits im September 2015 vom zuständigen Planungsamt genehmigt, jedoch von der Baubehörde bis heute nicht installiert.

9. März 2017
 
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